13. August 2025

Rückblick Juli 2025

Wechselhafter Juli 2025 sorgt für viel Niederschlag

Der Juli 2025 war in der Schweiz wechselhaft und niederschlagsreich. Laut MeteoSchweiz lag die Durchschnittstemperatur bei 14,2 °C und damit leicht unter dem langjährigen Mittel. Nach einem sehr warmen Start mit Spitzenwerten bis 35 °C folgten markante Abkühlungen, begleitet von häufigen Schauern und Gewittern. Die Niederschlagsmengen lagen vielerorts deutlich über dem Durchschnitt, teilweise bei über 160 % des langjährigen Mittels. Die Sonnenscheindauer blieb dagegen unterdurchschnittlich, meist zwischen 80 und 100 %. Bemerkenswert war eine seltene Wasserhose, die sich am 29. Juli über dem Bodensee bildete.

Bei der Schweizer Hagel wurden im Juli rund 1'000 Schäden gemeldet, rund 80 % davon durch Hagel. Besonders betroffen waren die Kantone Waadt, Bern und Thurgau. Die Gesamtschadenzahl lag unter dem langjährigen Durchschnitt, dennoch gab es in einzelnen Regionen erhebliche Schäden.

Der ausgiebige Regen im Juli brachte der Landwirtschaft nach der trockenen Phase spürbare Entlastung, wovon besonders die Frühjahrskulturen profitierten. Dennoch ist es noch zu früh, um die durch die Trockenheit im Juni verursachten Ertragsausfälle abschliessend zu beurteilen. Die bisherigen Ernteergebnisse bei Getreide und Ölsaaten fallen insgesamt gut aus. Allerdings führten die feuchten Witterungsbedingungen zu Verzögerungen bei den Drescharbeiten, was bei einem Teil des Brotgetreides zu Qualitätsproblemen führen könnte – insbesondere, wenn die Fallzahlen unter den geforderten Mindestwerten bleiben.

In der Tierversicherung hat die Schweizer Hagel per 1. August die Deckung für Maul- und Klauenseuche wieder aufgenommen, da in den letzten drei Monaten in Westeuropa keine Fälle gemeldet wurden.

Insgesamt brachte der Juli 2025 der Landwirtschaft sowohl positive Entwicklungen wie die Entspannung der Wasserversorgung und gute Ernteaussichten als auch Herausforderungen durch Qualitätsrisiken beim Getreide und punktuell heftige Hagelschäden.

Kontakt: Adrian Aebi, Direktor, und Esther Böhler, Mediensprecherin, Tel. 044 257 22 11

Die Schweizerische Hagel-Versicherungs- Gesellschaft, Genossenschaft, bietet national und international umfassende Versicherungsdeckungen für Pflanzen und Tiere an. Vor 145 Jahren von den Schweizer Bäuerinnen und Bauern gegründet, treibt die Schweizer Hagel heute den Wandel in der Agrarversicherungsbranche voran. Sie bietet neben dem Versicherungsschutz für landwirtschaftliche Kulturen auch Versicherungen gegen Tierepidemien bei Schweinen, Milchvieh und Geflügel an. Als Genossenschaft schüttet sie Überschüsse an ihre Mitglieder in Form von Prämienrückvergütungen aus. Die Schweizer Hagel hat ihren Hauptsitz in Zürich, Schweiz, und beschäftigt im In -und Ausland rund 100 Mitarbeitende zzgl. über 900 nebenamtliche Agentinnen und Agenten sowie Expertinnen und Experten. Weitere Informationen zur Schweizer Hagel finden Sie unter www.hagel.ch