Das Jahr 2025 brachte der Schweizer Landwirtschaft insgesamt gute Erträge und eine erfreuliche Schadensbilanz: Moderate Schäden, punktuelle Hagel- und Trockenheitsschäden, aber keine grossflächigen Katastrophen. Neue Förderinstrumente und ein steigendes Vertrauen in Versicherungslösungen trugen wesentlich zur Stabilität bei.
Schadenrückblick 2025
2025 blieben die grossen Naturereignisse aus. In einigen Regionen kam es zu Trockenheitsschäden, diese fielen jedoch deutlich weniger gravierend aus als in früheren Jahren. Die hohen Temperaturen im Juni verursachten Hitzeschäden bei Drescherbsen, und wechselhafte Erntebedingungen Anfang Juli führten stellenweise zu Auswuchs im Brotgetreide. Die Entschädigungen konzentrierten sich insbesondere auf Acker- und Gemüsekulturen, gefolgt vom Weinbau. Für viele Betriebe bedeutete dies eine willkommene Entlastung nach mehreren Jahren mit überdurchschnittlichen Schäden.
Erwartete Schadensbilanz Schweizer Markt 2025
| Erwartete Anzahl Schadenmeldungen (Pflanzenversicherungen) | 4'970 |
| Erwartete Schadenssumme versicherte Pflanzenkulturen | CHF 20.9 Mio. |
| Verteilung der Schäden auf die Risiken: Hagel Tockenheit Sturm Überschwemmung Übrige Elementarschäden |
71.6% 12.9% 4.5% 2.4% 1.8% |
Prämienverbilligung: Erste Bilanz
Die Einführung der Prämienverbilligung für Ernteversicherungen durch den Bund hat positive Auswirkungen gezeigt. Bereits im ersten Jahr hat die Massnahme mehr Landwirtinnen und Landwirte dazu veranlasst, eine Versicherung gegen Frost- oder Trockenheitsrisiken abzuschliessen. Das Ziel einer besseren Versicherungsquote über acht Jahre hat somit einen vielversprechenden Start hingelegt.
Um diese Entwicklung zu begleiten, wurden erhebliche Anstrengungen unternommen, um IT-Systeme und interne Prozesse anzupassen. Die Prämienverbilligung wurde für die Anspruchsberechtigten automatisch integriert, was eine reibungslose Verwaltung ohne zusätzlichen Aufwand für die Versicherten gewährleistet. Diese Erfahrung zeigt, dass es möglich ist, neue Massnahmen effizient einzuführen – im Interesse einer unkomplizierten und serviceorientierten Umsetzung.
Ein klarer und transparenter Kommunikationsplan ermöglichte eine effiziente Information der Versicherten. Darüber hinaus wurden alle Agentinnen und Agenten geschult, um eine kohärente und professionelle Umsetzung der Massnahme zu gewährleisten.
Neues Förderangebot «HagelAdapt» – gemeinsam für eine klimaresiliente Landwirtschaft
Mit dem Klimawandel steigen die Risiken von Starkregen, Trockenheit und Frost. Mit «HagelAdapt» lanciert die Schweizer Hagel ein neues Förderangebot, welches gezielt Anpassungs- und Präventionsmassnahmen unterstützt. Das Angebot richtet sich an Versicherte sowie Organisationen im landwirtschaftlichen Netzwerk und kombiniert finanzielle Anreize mit praxisorientierter Wissensförderung.
Versicherte profitieren von 30 % Rabatt auf ausgewählte Weiterbildungsangebote zu den Themen Trockenheit, Starkregen und Frost. Weiter können sie dank der gemeinsamen Rabatt-Kampagne mit der Firma Raindancer zu attraktiven Konditionen die wassersparende Bewässerungstechnologie erwerben. Zusätzlich unterstützt Schweizer Hagel Projekte von Betrieben oder Betriebsgemeinschaften, die innovative Lösungen in Bereichen wie Wassermanagement, Bodenaufbau oder Frostschutz umsetzen.
Auch landwirtschaftliche Organisationen können Beiträge für Projekte oder Veranstaltungen beantragen, die nachhaltige und klimaangepasste Bewirtschaftung fördern. So unterstützt die Schweizer Hagel unter anderem das Forum nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft, den Prix Climat 2025 und die Soil Evolution 2026.
Zum Auftakt des Förderprogramms verlost die Schweizer Hagel 20 Eintrittspässe für die Soil Evolution 2026 auf dem Gurten (2.–5. Juni 2026). Teilnahmeschluss ist der 31. März 2026.
Kontakt: Adrian Aebi, Direktor Schweizer Hagel, und Esther Böhler, Mediensprecherin Schweizer Hagel, Tel. 044 257 22 11
Die Schweizerische Hagel-Versicherungs- Gesellschaft, Genossenschaft, bietet national und international umfassende Versicherungsdeckungen für Pflanzen und Tiere an. Vor 145 Jahren von den Schweizer Bäuerinnen und Bauern gegründet, treibt die Schweizer Hagel heute den Wandel in der Agrarversicherungsbranche voran. Sie bietet neben dem Versicherungsschutz für landwirtschaftliche Kulturen auch Versicherungen gegen Tierepidemien bei Schweinen, Milchvieh und Geflügel an. Als Genossenschaft schüttet sie Überschüsse an ihre Mitglieder in Form von Prämienrückvergütungen aus. Die Schweizer Hagel hat ihren Hauptsitz in Zürich, Schweiz, und beschäftigt im In -und Ausland rund 100 Mitarbeitende zzgl. über 900 nebenamtliche Agentinnen und Agenten sowie Expertinnen und Experten. Weitere Informationen zur Schweizer Hagel finden Sie unter www.hagel.ch
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