Schäden Juli 2009
Der Juli war in den meisten Landeteilen zu trüb und deutlich zu nass. Ungewöhnlich starke Westsüdwest-Strömungen verursachten häufige und rasche Wechsel zwischen schwülwarmer Subtropikluft und feuchter Polarluft, was zu zahlreichen und zum Teil heftigen Gewittern führte.
Das erste Monatsdrittel war sehr wechselhaft und am 1./3./4./ und 7. Juli, sowie am 14. Juli, ereigneten sich lokale, teils heftige Hagelgewitter. Am 17. Juli zog eine Gewitterzelle über Teile des Mittellandes und auch das Tessin wurde von einem heftigen Hagelgewitter mit enormen Niederschlagsmengen betroffen. Nach einem Temperatursturz von 10 bis 15 Grad Celsius fiel am 18. Juli in Graubünden Schnee bis auf 1200 Meter ü.M. Ab 19. Juli stiegen die Temperaturen rasch wieder an und ab 21. nahm auch die Gewittertätigkeit wieder markant zu. Am 23. Juli zog eine äusserst heftige Gewitterfront mit Hagel und Sturm über ausgedehnte Flächen des Mittellandes und verursachte in den Kantonen BE, FR, LU und VD verheerende Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen. Auch andere Kantone (AG, NW, SG, SO, SZ) verzeichneten Schäden, jedoch geringeren Ausmasses. Mit nahezu 8'000 Schadenmeldungen bildet dieses Ereignis eines der Grössten in der Geschichte der Schweizer Hagel.
Der Wetterablauf bis zum Monatsende stand schliesslich unter schwachem Hochdruckeinfluss und die Temperaturen stiegen allmählich wieder auf hochsommerliche Werte von rund 30 Grad.
Bis Ende Juli sind insgesamt 15'840 Schadenmeldungen eingegangen, was im mittleren Vergleich als hohe Schadenzahl zu werten ist.