07. April 2018

Medienmitteilung anlässlich der Delegiertenversammlung vom 7. April 2018

Ein schadenreiches Jahr 2017 infolge von Frost-, Schneedruck- und Hagelschäden. Wetterextreme nehmen mit der Klimaerwärmung zu. 

  • Stabile Prämieneinnahmen.
  • Überdurchschnittliche Schäden infolge von Frost und Hagel, aber auch von Schneedruck, Überschwemmung, Sturm und Trockenheit.
  • Extreme Temperaturen, Trockenheitsperioden und Rekordniederschläge nehmen zu.
  • Neu können neben Reben auch Obst und Beeren gegen Frost versichert werden.
  • Die Mitglieder der Versicherungsgenossenschaft erhalten 2018 eine Prämienrückvergütung von CHF 3.5 Millionen.

Die Schweizer Hagel Versicherung blickt auf ein herausforderndes Jahr zurück. 2017 war das Prämienvolumen in der Schweiz infolge des frostbedingten Rückgangs der Versicherungssumme bei Reben und Obst mit CHF 46.4 Millionen etwas tiefer als im Vorjahr. Frost, Schneedruck, Überschwemmungen, Sturm, Trockenheit und teils intensiver Hagel führten zu einem leicht überdurchschnittlichen Schadensjahr. 

Im Ausland – Frankreich und Italien – nahm das Prämienvolumen leicht zu und zwar auf CHF 53.8 Millionen. Schadenseitig war das Jahr ebenfalls vom katastrophalen Frühlingsfrost – insbesondere in Italien –, aber auch von teils schweren Hagelereignissen gekennzeichnet. Demzufolge fiel die Schadenbelastung im Ausland weit über dem Durchschnitt aus. 

Gesamthaft blieb das Prämienvolumen mit CHF 100.2 Millionen beinahe stabil. Der Schadensatz belief sich auf 124 % und der Schaden-/Kostensatz auf 142 %. Dank des für solche Ereignisse vorgesehenen umfassenden Rückversicherungsschutzes sowie des guten Kapitalanlagenergebnisses von CHF 9.5 Millionen resultierte dennoch ein Gewinn vor Veränderung der Reserven von CHF 1.9 Millionen. Trotz dem herausfordernden Berichtsjahr werden die Mitglieder im laufenden Jahr eine Prämienrückvergütung von CHF 3.5 Millionen erhalten. 

Als Versicherer gegen Wetterextreme ist die Schweizer Hagel Versicherung auf grosse Schadenschwankungen dank einer nachhaltigen Unternehmensführung gut vorbereitet. Auch ihr bereits über zehnjähriges Engagement im Ausland ermöglicht eine bessere Risikodiversifikation über die Zeit sowie eine notwendige kritische Grösse. 

Die Schweizer Hagel Versicherung bietet in Europa die umfassendste Versicherungsdeckung für landwirtschaftliche Kulturen ohne staatliche Förderung. Dabei beweist sie immer wieder ihre Innovationskraft und Rolle als Partnerin der Landwirtschaft für die Absicherung von Wetterrisiken. Diese Dynamik soll im laufenden internen Projekt «Hagel 2020», das Themen wie die Folgen des Klimawandels, des technologischen Wandels und der Veränderungen der politischen Rahmenbedingungen abdeckt, fortgeführt werden. Die Schweizer Hagel Versicherung ist gut unterwegs und blickt optimistisch in die Zukunft.

Eckdaten

Kontakt: Pascal Forrer, Direktor, und Emilia Baldi, Mediensprecherin, Tel. 044 257 22 11

Die Schweizerische Hagel-Versicherungs-Gesellschaft, Genossenschaft, 1880 gegründet, versichert die landwirtschaftlichen Kulturen von rund 30‘000 schweizerischen Landwirtschaftsbetrieben mit einem Gegenwert von rund 2 Milliarden Franken. Sie bietet umfassende Ernteversicherungslösungen zum Schutz gegen Ertragsausfälle infolge von Hagel- und weiterer Elementarschäden. Als Genossenschaft, schüttet sie Überschüsse an ihre Mitglieder in Form von Prämienrückvergütungen aus. Sie ist ISO 9001:2015 zertifiziert.